Typisches Szenario: Ich spreche mit einem Journalisten und höre, dass er morgen ein Interview mit dem CEO eines direkten Konkurrenten eines meiner Mandanten hat. Oder ich sehe alte Bekannte aus Medienkreisen auf der Presseliste einer Konferenz/Messe, an der ich selbst nicht teilnehme – die Konkurrenz aber sehr wohl – und kann mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, dass es dort zu Gesprächen und Interviews kommt. Warum also in so einem Fall nicht einfach mal nett sein – allerdings zum Journalisten und nicht zum Wettbewerber? Ein guter Pressesprecher kennt schließlich den Markt und das Produkt der Konkurrenz (vor allem dessen Schwächen) -- also schreibe ich dem Journalisten eine freundliche E-Mail, in der ich ihm fünf gute (und für die Konkurrenz harte) Fragen für sein Interview mit auf den Weg gebe. Als gedankliche Anregung, sozusagen.
Hilft dem Journalisten und ärgert die Konkurrenz. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
Autoren: Hajo Neu / Jochen Breitwieser
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