Meist haben Panels oder Podiumsdiskussionen ein Ungleichgewicht, was die relative Wichtigkeit der Teilnehmer angeht -- man hat Laute, Leise, Wichtige, Bedeutungslose, Interessante und Öde. Wenn man nun jemanden hat, der oft schlaue Sachen sagt und zudem eine wichtige Position bekleidet, muss man den immer ans Ende setzen oder immer zuletzt drannehmen. Lasse ich nach meiner einleitenden Fragestellung den Schlauberger als Ersten sein Sprüchlein aufsagen, habe ich oft das Problem, dass die nachfolgenden Diskutanten einfach nur in anderen Worten dem Vorredner zustimmen, was die Angelegenheit sehr langweilig macht.
Also: Es kommt nicht nur auf gute Fragen und Gesprächsführung an, man kann auch durch die Reihenfolge, in der man Wortmeldungen bearbeitet, Wirkung erzielen.
[Autor: anonym]
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