Grafiker

Es gibt das Gerücht, dass, wenn Grafiker einem Kunden eine Reihe von Entwürfen vorstellen, sie ihm nur mittelmäßige Vorschläge präsentieren und erst ganz zum Schluss einen echten Favoriten ins Spiel werfen, der dann die beiden anderen Designs logischerweise in den Schatten stellt. Aber diese Vorgehensweise ist wirklich nur ein Gerücht, denn manche Kunden würden aus nicht nachvollziehbaren Gründen auch den größten Mist auswählen. Weil wir das nicht riskieren wollen, präsentieren wir von vornherein natürlich nur Entwürfe, die wir auch selbst so verwendet sehen wollen.

Ein viel größeres Problem ist aber, dass der Kunde manchmal das Gefühl haben will, selbst etwas zu einem von ihm ausgewählten Design beigetragen zu haben, was es im Nachhinein dann versauen könnte. Deshalb präsentieren wir, wenn wir so einen Kunden vermuten, ein gutes Design mit einem kleinen "Defekt" (z.B. ein Logo mit einem leichten Ungleichgewicht in den Anordnung), den er dann selbst entdeckt und eine Ausbesserung wünscht.

Und wenn er es nicht merkt, korrigieren wir den Fehler natürlich selbst.

[Autor: anonym]

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