Es fällt mir schwer, mir die Namen von Menschen zu merken, die ich neu kennen lerne, besonders dann, wenn sich mir gleich mehrere auf einmal vorstellen. Es ist peinlich, Namen später nicht mehr parat zu haben, und umgekehrt fühlen sich Menschen geschmeichelt, wenn man ihren Namen kennt und noch einmal nennt, zum Beispiel zur Verabschiedung. Das gilt in persona genauso wie am Telefon.
Eselsbrücken oder mentale Verknüpfungen bringen mir nicht viel; solche Methoden setzt man meiner Erfahrung nach in spontanen Situationen nur dann zuverlässig ein, wenn man sie vorher trainiert hat. Mir hilft nur eins: Wiederholungen.
Sobald sich mir ein Mensch vorgestellt hat, wiederhole ich seinen Namen: »Herr Schmidt, freut mich, Sie kennen zu lernen!« Die persönliche Ansprache benutze ich in der ersten Stunde noch ein paar Mal bei sinnvollen Gelegenheiten (»Herr Schmidt, darf ich Ihnen einen Kaffee anbieten?«).
So schleift sich der Name ein.
Damit das Ganze auch nachhaltig bleibt, lasse ich neue Visitenkarten eine Woche lang auf meinem Schreibtisch neben dem Monitor liegen. So fällt der Blick automatisch immer mal wieder drauf, und die Erinnerung vertieft sich.
[Autor: anonym]
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