Lehrer

Bei der großen Anzahl von Schülerinnen und Schülern, die ich unterrichte, kann es schon einmal geschehen, dass ich am ersten Elternsprechtag eine Schülerin oder einen Schüler schlicht noch nicht kenne. Da das die mich besuchenden Eltern nicht verstehen würden und nicht ganz zu Unrecht beleidigt wären, versuche ich durch mit einer eröffnenden Frage Namen und Klasse des Kindes herauszufinden, ehe es ernst wird „Was führt Sie zu mir?“ In der Antwort fällt normalerweise zumindest der Name des Kindes und meist auch der des Klassenlehrers.

Wenn ich das Kind noch nicht kenne, kann ich natürlich auch nichts Konkretes zum Verhalten im Unterricht sagen. Mit dem Ratschlag „Der Kevin muss sich mehr melden, mehr am Unterricht beteiligen" liege ich aber eigentlich immer richtig und komme so ins Gespräch. Falls der Kevin nicht gerade hyperaktiv ist -- aber dann wäre er mir sicher aufgefallen...

[Autor: anonym]

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