Bäume drehen sich, zeit ihres Lebens, nach dem Licht der Sonne. Wie Blumen auch, nur eben langsamer. Dadurch entsteht im Holz des Stammes eine Spannung, die sich auch dann nicht löst, wenn der Baum gefällt wird.
Deshalb kann man bestimmte Holzsorten, in aller Regel von Bäumen, die einzeln oder nahe am Waldrand (also in der Sonne) gestanden haben, nicht als Möbelholz verwenden -- die Bretter verziehen sich aufgrund ihrer Spannung bei der Lagerung und sind nach einiger Zeit möglicherweise unbrauchbar.
Das Phänomen ist wenig bekannt, aber relativ stark: Wenn man die Bretter eines Baumstamms an unterschiedlichen Orten lagert und nach einiger Zeit wieder zusammenbringt und aufeinander legt, sieht man, dass sie alle auf die gleiche Art verzogen sind.
Es gibt ein paar Methoden, dieses Problems Herr zu werden: frisch verarbeiten, auf bestimmte Art lagern etc.
Aber grundsätzlich sind Bretter von Bäumen, die einzeln und sonnig gestanden haben, schlecht zu Möbeln zu verarbeiten, dafür nimmt man in der Regel Bäume aus den Tiefen eines Waldes.
[Autor: anonym]
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