Jeder weiß es, aber alle fallen immer wieder drauf herein: Bei einem schwierigen Objekt verwandele ich, wie alle meine Makler-Kollegen, in der Beschreibung die vorhandenen Nachteile dreist in Vorteile.
Ein paar Beispiele: Immobilien an einer lauten Hauptstraße haben zum Beispiel eine "sehr gute Verkehrsanbindung" oder eine "zentrale Lage". Wird es im Sommer schnell heiß, betont man die "Südlage" oder nennt es "schön sonnig", das fiese Wort "teuer" mutiert zu "repräsentativ". Hat man ein altes Haus, muss man hoffen, dass es bei Kunden, die Rokoko nicht von Rockmusik unterscheiden können, als "Jugendstil-Villa" oder "Patrizierhaus" durchgeht.
Viele Baustellen in der Nähe sind ebenfalls positiv, schließlich hat man dann ein "aufstrebendes Neubaugebiet", laute Kneipen und Discos in der Umgegend beschönigt man als "Szene- oder Künstlerviertel". Unbrauchbare Grundschnitte sind Zeichen einer "individuellen Architektur".
Und die Basics: Unabhängig vom tatsächlichen Objekt ist zudem jede Immobilie "beliebt", in "netter Nachbarschaft" oder irgendwie in "City-Nähe".
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