Taxifahrer

Als Taxifahrer lebt man immer mit dem Risiko eines Überfalls.

Wir alle haben unsere Strategien, um derlei Risiken zu minimieren. Ich verrate mal eine Auswahl von meinen:

Sollte ein suspekter Kunde einsteigen, halte ich klaren Augen- und Gesprächskontakt, nicht nur durch den Spiegel. Dadurch entsteht eine persönliche Beziehung, und die Hemmschwelle eines möglichen Täters steigt, mir etwas anzutun.

Außerdem sorge ich dafür, dass ich nicht alleine am Zielort ankomme, und dass der mögliche Täter sich dessen auch bewusst ist.

Auch bestehe ich darauf, dass er sich anschnallt, besonders, wenn er auf dem Beifahrersitz sitzt (in Berlin die Ausnahme).

Stehe ich nachts an einer unsicheren Halte, halte ich die Türen verriegelt, bis ich erkennen kann, wer dort einsteigt. Das verhindert auch das Zusteigen anderer unerwünschter Fahrgäste wie stark Betrunkenen.

Fahrgäste, die bereits zu Beginn einer Fahr latent aggressiv auftreten, Befehle erteilen oder respektlos sind, bitte ich an der nächsten Halte auszusteigen. Der Ärger wird sich nicht selten dann auf die ganze Fahrt erstrecken und beim Zahlungsvorgang eskalieren.

Fahrgäste, die während der Fahrt aus dem sichtbaren Bereich des Rückspiegels rutschen, bitte ich sofort, sich in den überschaubaren Bereich zu setzen oder ich spreche sie direkt darauf an, dass sie sich auffällig verhalten.

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